Seit dem Schuljahr 2008/2009 sind wir neben dem Regelschulbereich
zusätzlich
eine Staatliche
Europaschule mit der Sprachenkombination Deutsch/Polnisch.
Euer eigenes Exemplar der aktuellen BONGO-Ausgabe erhaltet ihr von
den Machern der Schülerzeitung (AG Schülerzeitung) für nur 20 Cent.
Beachtet bitte auch unserer Aushänge an den Informationstafeln der Schule!
Viel Spaß beim Lesen wünscht
Euer Schülerzeitung Team
Wenn Ihr auch bei der Bongo mitmachen wollt, wendet Euch an Herrn Goldner, der die AG Schülerzeitung leitet.
Einleitung: Wer ist eigentlich Frau Schwan? Sie wäre fast unsere Bundespräsidentin geworden ,doch sie hat knapp gegen Horst Köhler verloren. Vielleicht beim nächsten Mal, Frau Schwan.
Wir haben Frau Schwan vor kurzem in unserer Paten Schule, der Robert Jungk Oberschule, getroffen und Sie hat uns dabei folgendes erzählt. Das Anliegen von Frau Schwan ist vor allem die Stärkung der Beziehung mit der Republik Polen. Sie wurde dann auch auf polnische Art und Weise mit Brot und Salz begrüßt. Sie hat uns dann ein paar Einblicke in Ihr Leben, Studium und beruflichen Werdegang gegeben. Ein echtes privates Interview wurde es leider nicht, aber zumindest konnte ich zwei intime und private Frage stellen. Was ist ihr Lieblingstier Frau Schwan ? Antwort: Ein Bernhardiner Hund.
Und was ist ihre Lieblingsfarbe ? Antwort: Marineblau.
Dann hat Sie hat uns gefragt, wie wir uns in unserer deutsch-polnischen Schulgemeinschaft fühlen und darüber haben wir uns schließlich noch ausführlich mit ihr unterhalten, fast drei Stunden lang.
Gesine Schwan wurde 1943 in Berlin geboren.


Gesine Schwan als Schülerin in Berlin (©
privat) 2008
in Halle (© Marco Prosch)
„Nach dem Krieg setzten sich ihre Eltern für die Freundschaft mit Frankreich und Polen und für die europäische Verständigung ein. Gesine Schwan besuchte das Französische Gymnasium in West-Berlin, an dem sie 1962 das Abitur ablegte. Anschließend studierte sie Romanistik, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Berlin und Freiburg/Breisgau.
Von Oktober 1999 bis September 2008 war Gesine Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). An der 1506 gegründeten, 1811 nach Breslau verlegten und 1991 wieder errichteten Universität studieren 5.500 junge Menschen aus 70 Ländern, rund ein Drittel der Studierenden kommt aus Polen. „

Wie ist er so, der Käpt‘n Blaubär?
Verlogen, der lügt – wie gedruckt. Wenn er einmal den Mund aufmacht, hat er schon fünfmal gelogen, aber sonst ist er lieb.
Lügen Sie selber auch manchmal?
Oh,
ja, oh ja. Es geht doch gar nicht ohne lügen, selbst wenn es nett
gemeint ist. Kuck mal, wenn man sagt, fragt die Mutter: „Hast du Hunger
?“ „Vielleicht“ - ist gelogen, du hast jaeigentlich Hunger. Oder sagt:
„Jetzt gehst du ins Bett oder ist es dir noch zu früh?“ Da sagst du
natürlich nicht es ist dir zu früh, sondern du gehst ins Bett.
Macht lügen Spaß?
Ja,
lügen macht Spaß, weil lügen macht schlank und meine Nase kann ja nicht
mehr längerwerden, die kann ja nur noch dicker werden.
Ist es schwer das zu spielen oder zu sprechen?
Nein,
das ist eine ganz komische Geschichte. Als der Käpt`n Blaubär, so heißt
die Geschichte,die Walter Moers geschrieben hat, die ist 20 Jahre alt
und 20 Jahre spreche ich den auch. Zuerst wollte ich den gar nicht
sprechen, weil der spricht ja so hamburgerisch, weißt du. Habe mich
dann überreden lassen und es wurde ein großer Erfolg. 20 Jahre, stelle
dir das mal vor. Macht Spaß!

Wie finden Sie die 3 Bärchen?
Die
sind nett! Das sind 3 Bärchen, also 2 Jungs und 1 Mädchen . Die mussten
jetzt schon drei Mal in den 20 Jahren ausgetauscht werden, weil die
Jungs zwischendurch in den Stimmbruch kamen und dann ja keine Kinder
mehr sprechen können, dann werden Neue ausgesucht. Wir probieren gerade
die Vierten aus.
Hatten Sie Ihrer Rolle entsprechend im Leben etwas mit Meer oder Wasser zu tun?
Ich, ob ich mit Wasser zu tun hatte?
Ein Segelboot in Berlin, oder so was?
Nein,
nein, nein, aber ich bin natürlich am Wasser in der Stadt Danzig
geboren und eine große „Wasserratte“, habe immer geschwommen und fahre
fast jedes Jahr nach Polen und gehe nach Zopot baden.Jahrelang konnte
man nicht nach Zopot baden, weil es so schmutzig war, aber jetzt ist es
wieder sauber.

Sind Sie in Berlin aufgewachsen und auch in unserer Gegend zur Schule gegangen?
Nein,
ich bin in Danzig aufgewachsen und auch dort zur Schule gegangen. Nach
dem Krieg bin ich als 16-jähriger nach Berlin gekommen und seitdem bin
ich hier. Ich wohne seit über50 Jahren in der gleichen Wohnung.

Dürfen wir fragen, in welchem Bezirk Sie wohnen?
In Wilmersdorf, hier um die Ecke.
Haben Sie sonst irgend etwas mit Kindern zu tun?
Ja,
ich habe zwei Enkelkinder, zwei Enkelsöhne, und einen großen, der wohnt
in Amerika und verkauft Luxusautos, also habe ich drei Enkelkinder,
alle drei Jungs.
Ist das Leben eines Schauspielers nicht sehr unregelmäßig?
Ja,
das ist es. Wenn du am Theater spielst, musst du abends arbeiten, dann
wird es spät bis man nach Hause kommt und man kann dann auch nicht
gleich zu Bett gehen, es ist schon mühsam, aber man hat auch viel
Freizeit.
Würden Sie diesen Beruf wieder wählen?
Ja, nur mit dem Theaterspielen geht es gesundheitlich nicht mehr so gut.
Wir danken Ihnen sehr für dieses Gespräch!
Aus dem Inhalt:
Hier findet ihr die komplette Inhaltsübersicht dieser Ausgabe als Download: bongo_inhalt_weihnachtsausgabe08.pdf
Aus dem Inhalt könnt ihr diese Beiträge auch gleich hier online lesen:
Aus dem Inhalt dieser Ausgabe:
Aufruf der Schülerzeitungsredaktion (aus dem Editorial):
Dies
ist die Herbstausgabe 2008 der Schülerzeitung "BONGO". Vielleicht
werden wir uns einen neuen Namen geben. (Wir sammeln noch Vorschläge!)
Denn an unserer Schule ist jetzt vieles neu und viele junge Reporter
sind auch frisch dabei. Wir hätten aber sehr gerne noch Schüler des
Europazuges als Mitarbeiter! (Schreibt eure Beiträge auf Deutsch
und/oder Polnisch.)